Anzeige in der Siegener Zeitung zum Tag der deutschen Sprache 2017
9. September 2017
Tag der deutschen Sprache

Ich gehe lieber einkaufen
als schoppen!
Unsere Sprache ist Deutsch,
nicht Denglisch.

Werden Sie Mitglied im
Verein Deutsche Sprache e.V.
Postfach 10 41 28
44041 Dortmund
www.vds-ev.de
VDS-Region 57
www.vds-wortreich.de
Leserbrief in der SZ zum Tag der deutschen Sprache 2016
Am 9. und 10. September fand in vielen Regionen von NRW, wie auch im Siegerland, die Werbekampangne „ Heimat shoppen“ statt. Zweifellos eine sinnvolle und begrüßenswerte Aktion für den Einzelhandel vor Ort, dessen Umsätze unter den zunehmenden Online-Geschäften leiden.

Leider ließen die Initiatoren mit dem Werbespruch aber ein mangelndes deutsches Sprachgefühl erkennen: Heimat lässt sich nicht shoppen ( einkaufen ). Shoppen ist ein denglisches Wort, da es aus dem englischen „ shop, shopping“ mit der deutschen Endung -en gebildet wurde. Außerdem passt es überhaupt nicht, den emotional besetzten Begriff „Heimat“ mit dem Pseudoanglizismus „shoppen“ zu verbinden. Hier sollte wohl das sprachpanscherische Mittel den Zweck der Werbeaktion rechtfertigen.

Der Werbespruch „Heimat shoppen“ entspricht dem in Deutschland weit verbreiteten Hang, schöne deutsche Wörter durch englische und amerikanische Wörter zu ersetzen. Man glaubt, damit besondere Weltoffenheit, Internationalität und Weltoffenheit zu demonstrieren. Diese Anglizismen-Blähsprache, wie wir sie bei uns finden, ist in Ländern wie Frankreich, Italien oder der Schweiz verpönt. Was das Sprachverhalten hinsichtlich überflüssiger Anglizismen betrifft, so hat es die englische „Times“ schon vor Jahren auf den Punkt gebracht und es als „sprachliche Unterwerfung der Deutschen“ beschrieben.
Leserbriefschreiber: Jürgen Franke, Freudenberg, Triftstr. 28
Anzeige in der Siegener Zeitung zum Tag der deutschen Sprache 2016
In Anspielung auf die Aktion „Heimat shoppen“( Siehe auch Seite Sprachpanscher! ) veröffentlichte die Regionalgruppe 57 „Wortreich“ am Samstag, d. 10. September 2016 die folgende Anzeige:

10. September 2016
Tag der deutschen Sprache

in der Heimat kaufen,
nicht shoppen!

Unsere Sprache
ist Deutsch,
nicht Denglisch

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VDS-Region 57
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Ausstellung „Denglisch in Karikaturen“
Die Siegener Zeitung, Ausgabe Wittgenstein, vom 1. April, schreibt in ihrem Bericht über die Ausstellungseröffnung „Denglisch in Karikaturen“:

„Flut überflüssiger Anglizismen“

Karikaturen in der Volksbank Berleburg sollen Interesse wecken für deutsche Sprache

Die Regionalgruppe „Wortreich“ im Verein Deutsche Sprache zeigt im Rahmen einer Ausstellung Werke des Karikaturisten Friedrich Retkowski.
...Der Karikaturist aus Hameln sprach am Donnerstagabend bei der Ausstellungseröffnung von einer „Flut von Anglizismen“, die allgegenwärtig zu beobachten seien und über die er sich zugegeben schon sehr geärgert habe. Doch besagten Ärger habe er, so Friedrich Retkowski, in „Hohn und Spott umgemünzt“ und mache sich auf seine Art und Weise über die vielen englischen Begriffe in der deutschen Sprache lustig. Der Künstler betonte, dass er sich selbstverständlich nicht gegen Fremdwörter ausspreche oder englische Begriffe generell ablehne, die Sinn machten: „Ich werde auch in Zukunft nicht aus einem Hahnenschwanzglas trinken, das Cocktailglas darf durchaus erhalten bleiben“, er wundere sich allerdings an vielen Stellen über eine regelrechte „ Austauschwut“. „Haben wir denn keine eigene Kultursprache? Wir haben uns doch früher auch nicht über Rauchzeichen unterhalten“.
Rund 20 Arbeiten des Hamelners, der bereits für Schulbuchverlage und Tageszeitungen gearbeitet hat, sind aktuell in den Räumlichkeiten der Volksbank Wittgensteinin Bad Berleburg zu besichtigen. Initiiert wurde die Ausstellung „Denglisch in Karikaturen“ von der Regionalgruppe „Wortreich“ im Verein Deutsche Sprache ( VDS ) um deren Regionalleiter Jürgen Franke. Der Freudenberger bedankte sich anlässlich der Eröffnung im Beisein des stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Berleburg, Dietmar Beuter, bei den Verantwortlichen der Volksbank Wittgbenstein, die die Idee der Regionalgruppe unterstützt hätten.
„Wir wollen Begeisterung und Interesse wecken für die deutsche Sprache“, betonte Dr. Holger Klatte, VDS-Geschäftsführer aus Dortmund, der ebenfalls die Reise nach Bad Berleburg angetreten hatte... Der VDS sei mit 36 000 Mitgliedern einer der größten Sprach- und Kulturvereine in Deutschland und mische mit seinen 80 Regionalvertretungen im kulturellen Leben der Städte mit. „Generell geht es uns um Sprachkritik“. Und die müsse keineswegs immer negativ sein. Die Karikatur sei ein sehr willkommenes Stilmittel, um auch junge Menschen anzusprechen.
Auch Kai Wunderlich, Vorstandssprecher der Volksbank Wittgenstein, konnte den Karikaturen durchaus einiges abgewinnen: „Ich freue mich besonders über die Ausstellung, da sie Bezug auf unser Alltagsleben nimmt, die gesellschaftlichen Verhältnisse aufzeigt und verdeutlicht, dass Anglizismen zu einem großen Bestandteil unserer Sprache geworden sind“.
Die Ausstellung ist bis einschließlich Freitag, 29. April, in den Räumlichkeiten der Volksbank Wittgenstein in Bad Berleburg zu besichtigen.
Verf. Martin Völkel von der SZ
Frau Uni-Prof. Dr. Petra M. Vogel Sprachvorbild 2015
Die Regionalgruppe 57 des Verein Deutsche Sprache e.V. erklärte in diesem Jahr die Einrichtung der Sprachberatung am Lehrstuhl für Germanistik/Linguistik der Universität Siegen zum Sprachvorbild 2015. Frau Univ.-Prof. Dr. Petra M. Vogel, Professorin für deutsche Sprachwissenschaft, nahm als Leiterin der Sprachberatung die Anerkennungsurkunde von VDS-Regionalleiter Jürgen Franke M.A. entgegen.In der Begründung der Auszeichnung heißt es: Die Sprachberatung leistet einen Beitrag zur Pflege der deutschen Sprache, indem jeder an der deutschen Sprache Interessierte von dieser Einrichtung Auskunft zur Herkunft von Wörtern und über Wortbedeutungen erhalten kann. Auch Fragen zur richtigen Aussprache von Wörtern und zur deutschen Grammatik und Orthographie werden beantwortet. Die Sprachberatung bearbeitet alle Anfragen kostenlos innerhalb weniger Tage.
Überreichung (49K)

Frau Univ.-Prof. Dr. Petra M. Vogel, Jürgen Franke M.A.
(Foto: Erhard Dietermann)
Dr. Sabine Heinke Sprachvorbild 2014
Am 12 November zeichnete die Regionalgruppe 57 des Vereins Deutsche Sprache Dr. Sabine Heinke für ihr Kinderbuch "Tierisch" als "Sprachvorbild 2014" aus. Die Überreichung der Anerkennungsurkunde fand während des Literaturabends des Zonta Club Siegen Area in Stift Keppel statt. In den Gedichten ihres Kinderbuches jongliere Zontian Dr. Sabine Heinke, so VDS-Regionalleiter Jürgen Franke, gekonnt spielerisch und wortschöpferisch mit der deutschen Sprache. Sowohl Kinder wie auch vorlesende Erwachsene könnten so ihre Freude an den Gedichten und an den von Eva Künzel geschaffenen Illustrationen des Buches haben. Außerdem unterstütze der Zonta Club Siegen Area mit dem Erlös des Kinderbuches die Arbeit des Autismus-Therapie- Zentrums in Unglinghausen.
urkunde (70K)

Preisträgerin Dr. Sabine Heinke
(Foto: Jürgen Franke)
Aktion „Bürgernahe Verwaltungssprache“
Im Juli 2014 schrieb die VDS-Gruppe 57 alle Landräte und Bürgermeister im Kreis Siegen-Wittgenstein, in den Kreisen Olpe und Altenkirchen mit der Bitte an, ihren Mitarbeitern in der Verwaltung einen Leitfaden für eine bürgernahe Verwaltungsprache an die Hand zu geben.Wohlwollende und positive Antworten auf unsere Anregung erhielten wir vom Landrat des Kreises Siegen-Wittgenstein, Andreas Müller, dem Bürgermeister der Stadt Siegen, Steffen Mues, und der Bürgermeisterin der Gemeinde Wilnsdorf, Christa Schuppler. Von allen anderen Angeschriebenen gab es leider keine Resonanz.
Sprachvorbild 2013
Die VDS-Regionalgruppe 57 kürte den Arbeitskreis "Mundart, Volkskunde und Brauchtum" des Heimatbundes Siegerland Wittgenstein e.V. zum „Sprachvorbild 2013“. Die Anerkennungsurkunde wurde am Siegerländer und Wittgensteiner Mundartnachmittag, Samstag, 16. November 2013, in der Bürgerhalle Bad Berleburg-Aue übergeben.

Nach den Grußworten von Heimatgebietsleiter Dieter Tröps, Paul Breuer, Landrat des Kreises Siegen Wittgenstein und Schirmherr der Veranstaltung, und Bernd Fuhrmann, Bürgermeister der Stadt Bad Berleburg, überreichte der Regionalleiter der VDS-Region 57, Jürgen Franke, die Urkunde an Dirk Niesel, den Vorsitzenden des Arbeitskreises „Mundart, Volkskunde und Brauchtum“.

Jürgen Franke begründete in seiner Lobrede die Ehrung des Arbeitskreises damit, dass dieser sich durch die Durchführung von Mundartlesewettbewerben in Schulen des Kreises Siegen-Wittgenstein um die Pflege und Weitergabe der Mundarten an die junge Generation verdient gemacht habe. Die sprachlich ausdrucksreichen, kraftvollen und lebendigen deutschen Dialekte förderten die Heimatverbundenheit der Mundartsprecher und trügen dazu bei, sich mit ihrer Region zu identifizieren.

VDS-Mitglied Hubert Bald aus Bad Berleburg trug anschließend noch ein Gedicht in Berleburger Mundart vor.

Bei Kaffee und Kuchen erfreuten sich die Besucher in der vollbesetzten Bürgerhalle-Aue an den vielen Mundartvorträgen „Rimcher on Anekdode“.
urkunde (83K)
v.l.: VDS-Regionalleiter Jürgen Franke, Landrat Paul Breuer,
VDS-Mitglied Hubert Bald, Kreisheimatpfleger Dieter Tröps,
Arbeitskreisvorsitzender Dirk Niesel, Werner Kreutz
(Foto: Wolfram Martin)
Befragung der heimischen Bundestagskandidaten
Vierzehn Kandidaten aller Parteien aus der PLZ-Region 57, die sich am 22. September 2013 für den Deutschen Bundestag bei den Wählern bewerben, wurde ein Fragebogen zugeschickt. Die Kandidaten werden darin gebeten, Stellung zu der Frage zu beziehen, ob die deutsche Sprache in den Gremien der Europäischen Union nicht gestärkt werden sollte und wie sie dafür eintreten wollen. Eine Zusammenfassung der Auswertung der Fragebogen soll hier und in der Presse vor der Bundestagswahl veröffentlicht werden.
Pressemitteilung der VDS-Region 57 zur Befragung unserer regionalen Bundestagskandidaten

Wie stehen unsere Bundestagswahl-Kandidaten zur deutschen Sprache?

Ein Großteil der hiesigen Bevölkerung ist an der Frage interessiert, wie die hiesigen Bundestagswahl-Kandidaten zur Stellung der deutschen Sprache in den EU-Gremien stehen. Die deutsche Sprache spielt nämlich in den Institutionen der EU nur eine untergeordnete Rolle, obwohl mehr als 90 Millionen Menschen in der EU Deutsch ihre Muttersprache nennen. Diese Benachteiligung der deutschen Sprache verstößt gegen die heute noch gültige EWG-Verordnung VO 1/1958, obwohl Deutschland der größte Nettozahler in der EU ist.

Die Bundesregierung hat vor Kurzem zu diesem Thema den folgenden Beschluss verfasst:

Wegen dieser Bedeutung des Deutschen hat sich die Bundesregierung zum Ziel gesetzt, keinesfalls eine Schwächung der deutschen Sprache im so genannten Sprachregime der EU zuzulassen. Die Rolle von Deutsch als Arbeitssprache in allen Institutionen der EU soll daher gestärkt werden.

Passiert ist im Hinblick auf diesen Beschluss aber bisher so gut wie nichts.

Da das hier angesprochene Problem zu Recht einen Großteil der hiesigen Bevölkerung interessiert, hat die Region 57 im „Verein Deutsche Sprache e.V.“ (VDS), in der Mitglieder aus allen Parteien vertreten sind, eine Befragung aller 14 Bundestagswahl-Kandidaten aus unserer Region vorgenommen und darin gefragt, wie unsere heimischen Kandidaten zu dem o.g. Beschluss stehen und ob sie etwas dafür zu tun gedenken. Den Kandidaten wurde außerdem mitgeteilt, dass ihre Einstellung von öffentlichem Interesse ist und dass daher eine Zusammenfassung über ihre Beteiligung sowie über die Ergebnisse an die heimische Presse gegeben wird.

Die VDS-Region 57 ist enttäuscht, dass sich zu den Fragen nur drei von den 14 Befragten Bundestagswahl-Kandidaten geäußert haben. Es antworteten:

- Herr Volkmar Klein ( CDU ), der sich zu unseren Fragen positiv und unterstützend äußerte und versicherte, dass er s ich bereits in der Vergangenheit im Sinne des Beschlusses der Bundesregierung eingesetzt habe.

- Frau Sabine Bätzing-Lichtenthäler ( SPD )zeigte sich unseren Fragen gegenüber reserviert und teilt mit, dass sie mit der Frage nach der Angemessenheit des Ranges der deutschen Sprache in der EU keine Schwierigkeiten habe.

- Herr Dr. Wolfgang Sonneborn ( Alternative für Deutschland ) beantwortete unsere Fragen sehr positiv und forderte, Deutsch als gleichwertige Amtssprache in Brüssel einzuführen.

Jeder mögbe sich selbst ein Urteil darüber bilden, wie die Bundestagswahl-Kandidaten, die unseren Fragebogen unbeantwortet ließen, sich wohl für die Stärkung der deutschen Sprache in den EU-Gremein einsetzen werden.

Nachtrag: Die Antworten von drei Bundestagskandidaten wurden nicht termingerecht eingereicht und konnten deswegen für den Pressebericht nicht mehr berücksichtigt werden. Die Kernaussagen ihrer Antworten sollen deshalb hier wiedergegeben werden.
Willi Brase MdB ( SPD ): ...„Die SPD setzt sich dafür ein, dass die Stellung aller Amts- und Arbeitssprachen in der EU weiter gestärkt werden... Es ist nicht hinnehmbar, wenn EU-Vorlagen wegen fehlender Übersetzungen nicht in den Fachausschüssen des Bundestages beraten werden können... Diese Mittel ( für zusätzliche Übersetzungen ) dürfen aus meiner Sicht jedoch nicht aus dem EU-Haushalt stammen, sondern sie müssen aus den nationalen Haushalten der teilnehmenden Mitgliedsstaaten finanziert werden.“
Herbert Behrens MdB und Harald Koch ( beide: Die Linke ): Sie beantworten die Frage, ob sie der Meinung sind, dass die deutsche Sprache einen höheren Stellenwert in den EU-Gremien erhalten soll mit „Nein“. Sie sind jedoch folgender Ansicht: „Der von der E-Kommission angestrebte Abbau von 250 Stellen in der Generaldirektion für Übersetzungen bis 2017, und von dem die deutsche Abteilung besonders betroffen ist, geht in die falsche Richtung und muss revidiert werden.“ Beide Bundestagskandidaten wollen sich persönlich dafür einsetzen, dass sie alle für sie relevanten EU-Veröffentlichungen in deutscher Sprache erhalten.

Enttäuschend wenig
„Enttäuschend wenig“ war die Artikelüberschrift in der in unserer Region am meisten gelesenen Siegener Zeitung. Diese Überschrift könnte sich auch darauf beziehen, was die SZ- Redaktion aus unserer Pressemitteilung gemacht hat, nämlich enttäuschend wenig. Es wurden die Bundestagskandidaten, die sich zu unserer Fragebogenaktion geäußert haben, überhaupt nicht namentlich erwähnt, so dass damit eigentlich die Intension unserer Aktion für die Bundestagswahl verpuffte. Vielleicht wollte die SZ in ihrer „Unabhängigkeit“ mal wieder niemanden wehtun!
Vortrag von Dr. Dietrich Voslamber
Über das Thema „Stellenwert der deutschen Sprache in den Gremien der Europäischen Union“ sprach Dr. Dietrich Voslamber am 15. Juli 2013 in einem Videovortrag in der Siegerlandhalle. Dr. Voslamber ist Vorstandsmitglied im Verein Deutsche Sprache e.V. und Leiter des Arbeitskreises „Sprachenpolitik in Europa“.

Der Referent verwies darauf, dass nach den geltenden europäischen Verträgen die deutsche Sprache eine der mehreren Amts-und Verfahrenssprachen der EU sein solle. Deutsche Politiker und Bürger könnten demnach erwarten, dass die an sie gerichteten Veröffentlichungen der europäischen Gremien auch in Deutsch vorlägen. Dies sei jedoch leider nicht immer der Fall, obwohl ca. 90 Millionen EU-Bürger Deutsch als Muttersprache hätten und damit die größte Sprachgemeinschaft innerhalb der 550 Millionen Bürger umfassenden EU darstelle. Dennoch erschienen die Veröffentlichungen der EU-Gremien in der Regel in Englisch und meist zugleich auch in Französisch. Kosten für die Übersetzungen ins Deutsche sollten keine Rolle spielen, da Deutschland bekanntlich der größte Nettozahler in der EU sei.

Es komme auch, vor dass manche deutsche Politiker in einem schlechten Englisch sprächen oder antworteten, obwohl sie auf Deutsch angesprochen worden seien.

Dr. Voslamber beklagte insbesondere die Außendarstellung der europäischen Gremien und belegte dies anhand von Bildern aus dem Fernsehen oder aus der Presse. Im Hintergrund solcher Zusammenkünfte europäischer Gremien sehe man Banner nur mit der englischen und französischen Bezeichnung für die Europäische Union.

Mit einem Appell an die Politiker, die Vielfalt der Sprachen in der EU als kulturelles Erbe zu betrachten und für deren Pflege einzutreten, schloss der Referent seinen informativen Vortrag.
Ralf Strackbein ist „Sprachvorbild 2012“
Ralf Strackbein, Autor Siegerländer Kriminalromane, erhielt von der Regionalgruppe 57 „Wortreich“ des Vereins Deutsche Sprache e.V. die diesjährige Auszeichnung „Sprachvorbild 2012“. In dem mit Zuhörern vollbesetzten großen Saal der Weißen Villa in Kreuztal nahm Ralf Strackbein anlässlich seiner Lesung aus seinem neuesten 22. Kriminalroman „Tristan Irle serviert Kalte Platte“ vom VDS-Regionalleiter Jürgen Franke die Anerkennungsurkunde entgegen. Ralf Strackbein erhält diese Auszeichnung, weil er über zwanzig spannende, deutschsprachige Kriminalromane mit dem fiktiven Siegerländer Detektiv, Tristan Irle, verfasst hat, die Leser seiner Romane in ausdruckreicher Sprache an bekannte Orte ihrer Heimat führt und durch seine Bücher und Lesungen viele Leser und Zuhörer im Kreis Siegen Wittgenstein und darüber hinaus gewinnen konnte
urkunde (43K)
v.l. Ralf Strackbein, Jürgen Franke
Foto: Erhard Dietermann
Vortrag von Dr. Holger Klatte
Dr. Holger Klatte, Geschäftsführer des Vereins Deutsche Sprache e.V., hielt am 24. April 2012 im Haus der Siegerländer Wirtschaft einen Vortrag mit dem Thema: „Der Wert der Sprache. Deutsch in der Werbung, im Ausland und als Wirtschaftsfaktor“.

Der Referent ging der Frage nach, welche Rolle die deutsche Sprache als Gegenstand und Werkzeug des Geldverdienens in der Werbung, in der Produktion und in der Wirschaft spielt. Dr. Klatte führte Beispiele von deutschen DAX-Unternehmen an, die darauf achten, Angloamerikanismen in ihrer Werbung zu vermeiden. Lobend erwähnte er den Automobilhersteller AUDI, der weltweit auf Deutsch mit dem Werbespruch „Vorsprung durch Technik“ wirbt. Als jüngstes Negativbeispiel nannte der Referent die Firma Unilever, die bis vor kurzem mit dem obzönen Spruch „Fuck the Diet“ geworben hat. Nach Protesten aus dem Inland und dem angelsächsischen Ausland wurde dann der Werbespruch in „Diät - ohne mich“ geändert.

Im Anschluss an den Vortrag diskutierten die etwa dreißig erschienenen Zuhörer über die Petition des VDS „Deutsch ins Grundgesetz“ und über „Mehr deutschsprachige Musik im Rundfunk“.

Zum Abschluss übergab der Regionalleiter der VDS-Region 57 „Wortreich“, Jürgen Franke, Dr. Klatte als Präsent eine Bildkollage mit Sehenswürdigkeiten der Stadt Siegen. Der Regionalleiter gab dem Referenten noch mit auf den Weg, dass die VDS-Region 57 sich um Siegen als Veranstaltungsort für eine der nächsten Bundesdelegiertenversammlungen des Vereins Deutsche Sprache bewerben werde.
Krombacher Brauerei wurde „Sprachvorbild 2011“
Am 10. November 2011 wurde der Krombacher Brauerei Bernhard Schadeberg GmbH & Co KG durch die VDS-Regionalgruppe 57 „Wortreich“ die Auszeichnung „Sprachvorbild 2011“ in Form einer Urkunde überreicht. Uwe Riehs, Geschäftsführer der Krombacher Brauerei, nahm die Anerkennungsurkunde von dem VDS-Regionalleiter Jürgen Franke mit Freude entgegen.

Ausgezeichnet wurde die Krombacher Brauerei, weil sie sich bemüht, in der Werbung für ihre reinen Biersorten auf Großraumplakaten, im Fernsehen und im Internet weitgehend auf überflüssige Anglizismen zu verzichten.

Jürgen Franke: „Die Auszeichnung ist eine Belobigung, wie das Unternehmen mit der deutschen Sprache umgeht. Zugleich soll sie auch einen Anreiz geben, ihre Kunden in einem verständlichen Deutsch anzusprechen. Damit kann die Krombacher Brauerei auch eine Vorbildfunktion für andere Unternehmen haben.“

Uwe Riehs: „Unsere Brauerei ist Teil einer sich ständig wandelnden Gesellschaft. Trotzdem bemühen wir uns auch in Zeiten der Globalisierung stets um einen entsprechenden Marktauftritt. Da ist die deutsche Sprache für die Krombacher Brauerei mindestens genauso wichtig wie das deutsche Reinheitsgebot.“
ueberreichung (48K)
v.l.: Krombacher Brauerei: Geschäftsführer Uwe Riehs,
Leiter der Öffentlichkeitsarbeit Dr. Franz-J. Weihrauch;
VDS Regionalmitglieder: Jürgen Franke, Hubert Bald,
Wolfgang Graf von Königsmarck, Gisela Wojciechowski
Foto: kalle
urkunde (38K)


Siegener Philosoph erhält 2011 den „Initiativpreis Deutsche Sprache“
Zum elften Mal wurde am 15. Oktober in Kassel der aus drei Teilen bestehende Kulturpreis Deutsche Sprache verliehen. Die Preise werden jährlich von der Eberhard-Schöck-Stiftung und dem Verein Deutsche Sprache e.V. vergeben.

Der mit 5.000 Euro dotierte „Initiativpreis Deutsche Sprache“ ging in diesem Jahr an unser Regionalmitglied Professor Dr. Dieter Schönecker von der Universität Siegen. Der Philosoph Professor Schönecker ist Kant-Spezialist und setzt sich für den Erhalt und die Förderung der Wissenschaftssprache Deutsch in seinem Fach ein. Für ihn ist es eine Selbstverständlichkeit, dass Kants Texte nicht in einer englischen Übersetzung, sondern im Original zu lesen und zu ergründen seien. Der Würzburger Germanist Professor Dr. Dieter Klein, Mitglied der Jury Kulturpreis Deutsche Sprache, hob in der Festveranstaltung in Kassel in seiner Laudatio hervor, dass das Deutsche innerhalb der Philosophie Kants unverzichtbar sei: „Dieter Schönecker ist dafür eingetreten, dass die deutsche Sprache beim Studium der Philosophie nicht zu einer Marginalie wird. Die seit dem 18. Jahrhundert maßgeblich von deutschsprachigen Persönlichkeiten, wie Kant, Nietzsche oder Heidegger, geprägte Philosophie ist auch international nur anhand von Originaltexten zu erforschen.“

Der mit 30.000 Euro dotierte „Jakob-Grimm-Preis“ ging an die 31-Jährige Poetry Slam Lyrikerin Nora-Eugenie Gomringer. Die junge Frau spielt mit der Sprache und geht dabei in ihren Texten und Darstellungen bis an die Grenze dessen, was mit Sprache möglich ist.

Der Vorstandvorsitznde Wolfgang Fürstner von der Deutschlandstiftung Integration nahm den undotierten „Institutionpreis“ entgegen. Die Stiftung hat es sich mit ihrer Arbeit zur Aufgabe gemacht, Menschen mit Migrationshintergrund darin zu bestärken, die deutsche Sprache zu lernen.
Kulturpreis (36K)
Die Preisträger neben einem Bild von Jakob Grimm:
v.l. Prof. Dr. Dieter Schönecker, Nora-Eugenie Gomringer, Wolfgang Fürstner
(Foto: VDS Dortmund)
Auszeichnung von Landrat Frank Beckehoff zum Sprachvorbild 2010
Frank Beckehoff, Landrat des Kreises Olpe, erhielt von der Region 57 „Wortreich“ des Vereins Deutsche Sprache e.V. die Auszeichnung „Sprachvorbild 2010“. Regionalleiter Jürgen Franke, Delegierter Hubert Bald und Rudolf Rodewald überreichten am 11. November im Kreishaus Olpe in Anwesenheit von Kreisdirektor Theo Melcher und einigen Pressevertretern Frank Beckehoff die Anerkennungsurkunde.
ueberreichung (49K)
v.l.: VDS Mitglieder Rudolf Rodewald, Regionalleiter Jürgen Franke,
Delegierter Hubert Bald. Kreisdirektor Theo Melcher
sowie Landrat Frank Beckehoff
urkunde (50K)


Kaffeehauskonzert in Bad Berleburg fand großen Anklang
Aufgrund des großen Erfolges des Kaffeehauskonzertes in Siegen am „Tag der deutschen Sprache 2009“ wiederholte die VDS-Region 57 „Wortreich“ das Konzert am Sonntag, d. 4. Juli 2010 in Bad Berleburg. In der historischen Umgebung des Bad Berleburger Schlosses boten die Sänger Dieter Korstian und der Pianist Dieter Schaufler in der Schloss-Schänke wieder einen musikalischen Genuss mit deutschen Liedern aus den 20er und 30er Jahren. Bei Kaffee und Kuchen, also in echter Kaffeehausatmosphäre, begannen die Künstler mit dem Lied „Ich breche die Herzen der stolzesten Frau`n“. Die Herzen der Zuhörer wurden zwar nicht gebrochen, aber ihre Herzen wurden mit den nun folgenden eingängigen Melodien aus großen UfA-Filmen, von den Comedian Harmonists oder von Max Raabe schnell erobert. Beim letzten Lied „Ein Freund, ein guter Freund“ sangen alle Anwesenden fröhlich mit. Für das fast zweistündige Programm gab es schließlich für die Künstler von den ca. 50 erschienenen Zuhörern spontanen Applaus.
Kaffeehauskonzert 2010 (39K)
Foto: Rainer Wojciechowski
Dichterlesung
In der Mitgliederversammlung der Regionalgruppe 57 „Wortreich“ des Vereins Deutsche Sprache las der Siegener Lyriker Uwe Erwin Engelmann vor VDS-Mitgliedern und Gästen aus seinen Werken. Die Veranstaltung fand am 12. April 2010 im Siegerlandzimmer der Siegerlandhalle statt.

Uwe Erwin Engelmann ist ein rumäniendeutscher Schriftsteller aus der deutschsprachigen Minderheit der Banater Schwaben. Er schreibt in den Bereichen Lyrik und Kurzprosa. Engelmann studierte Germanistik und Anglistik an der Universität Bukarest. 1976 verließ er seine Heimat Rumänien, weil er wegen der Zensur keine Lyrik mehr veröffentlichen konnte. Seit 1980 ist Engelmann Lehrer für Englisch und Deutsch am Städtischen Gymnasium Kreuztal. Er ist Mitglied im Freien deutschen Autorenverband und im Internationalen Pen Club Exil, Vorsitzender des Dichterstammtisches Siegen und war bis 2001 Vorsitzender der Literaturabteilung der Künslergilde NRW. Uwe Erwin Engelmann hat mehrere Lyrikbände veröffentlicht, daneben sind Gedichte und Kurzgeschichten in zahlreichen Zeitschriften und Anthologien abgedruckt worden. 2009 wurde er mit dem Inge-Czernik-Preis für Lyrik ausgezeichnet.

Vor Beginn seiner Lesung berichtete Uwe Erwin Engelmann über Stationen in seiner Biographie. Seine vorgetragenen Gedichte und Kurzgeschichten reflektierten immer wieder in verständlicher Sprache lebensgeschichtlich bestimmte Begebenheiten und Emotionen seines Alltages:
urkunde (60K)
wenn ich traurig bin
schreibe ich Gedichte

in welchen
ich mir vorstelle
und mir sage
wie glücklich ich bin

in welchen
ich von Schmetterlingen
im Bauch und von einer
glücklichen Zukunft erzähle

Und...

wenn ich glücklich bin
schreibe ich nicht

Sprachvorbild 2009
Die VDS-Regionalgruppe „Wortreich“ wählte in diesem Jahr Herrn Wolfgang Thomas zum „Sprachvorbild 2009“. Herr Thomas setzte sich als Chefredakteur der Siegerlandausgabe der Westfälischen Rundschau dafür ein, am „Tag der deutschen Sprache 2008“ eine möglichst anglizismenfreie Ausgabe der Westfälischen Rundschau erscheinen zu lassen. Die Anerkennungsurkunde wurde ihm am 30. November 2009 von dem Regionalvorsitzenden Jürgen Franke M.A. und den VDS-Mitgliedern Frau Gisela Wojciechowski und den Herren Wolfgang Graf von Königsmarck und Hartmut Pfeiffer überreicht.
ueberreichung (42K)
Foto: Wolfgang Graf von Königsmarck
urkunde (38K)


Kaffeehauskonzert am „Tag der deutschen Sprache 2009 “
Die Regionalgruppe 57 „Wortreich“ im Verein Deutsche Sprache hatte sich für den „Tag der deutschen Sprache 2009“ etwas Besonderes ausgedacht: Der Sänger Dieter Korstian und Dieter Schaufler am Klavier trugen in Siegen im Haus Oranienstraße Lieder der goldenen zwanziger und dreißiger Jahre vor. Dieter Korstian, im Frack und mit Fliege, erinnerte gekonnt und mit etwas nasaligem Gesang und rollendem R an die Zeit der Comedian Harmonists. Auf der Liste der etwa zwanzig mit Humor vorgetragenen Lieder standen unter anderem die allzu bekannten Ohrwürmer „Ich brech` die Herzen der stolzesten Fraun “, „Man müsste Klavier spielen können“ „Mein kleiner grüner Kaktus“ oder „Kein Schwein ruft mich an“. Die etwa fünzig erschienenen Zuhörer genossen sichtlich und mit viel Schmunzeln alle Lieder mit den orginellen deutschen Texten. In der Konzertpause hatten die Gäste Gelegenheit, sich über die Arbeit des Vereins Deutsche Sprache zu informieren. Finanziell gefördert wurde die Veranstaltung zum Teil von der Volksbank Siegerland eG.
Feierliche Preisverleihung an die 4. Klassen Freudenberger Grundschulen
Die Veranstaltung zur Preisverleihung des Schreibwettbewerbs "Naturzerstörung - Naturbewahrung - Verantwortlicher Umgang mit den Gaben der Natur" fand am Freitag, d. 6. März 2009 statt. Dazu waren etwa 70 Schüler und Schülerinnen der 4. Klassen der Grundschulen Freudenberg und Freudenberg-Alchen vom Verein Deutsche Sprache e.V. der Region 57 „Wortreich“ in den neuen Ratssaal der Stadt Freudenberg eingeladen worden.

Der VDS-Regionalvorsitzende Jürgen Franke begrüßte die Jungen und Mädchen der beiden Grundschulen als die Hauptpersonen der Veranstaltung und ihre Klassenlehrerinnen, die ihre Schüler und Schülerinnen zur Teilnahme am Schreibwettbewerb angeregt und sie bei ihrer Arbeit im Unterrichr betreut hatten.

Der Regionalvorsitzende bedankte sich bei dem anwesenden Bürgermeister der Stadt Freudenberg, Eckhard Günther, für dessen spontane Bereitschaft, die Schirmherrschaft für den Schreibwettbewerb an Freudenberger Grundschulen zu übernehmen.

Der Bürgermeister begrüßte die Viertklässler, hieß sie im Rathaus herzlich willkommen und lobte sie dafür, an einem Schreibwettbewerb teilgenommen zu haben, denn er würde lieber „schwätzen“ als etwas schreiben.

Jungen und Mädchen aus den vier am Schreibwettbewerb teilnehmenden Grundschulklassen trugen nun von ihnen ausgesuchte Texte aus ihren Klassenmappen vor. Dabei ging es um die Themen Müllvermeidung, Luftreinhaltung, Energieeinsparung, Wasser und Wasserreinhaltung und durch den Menschen verursachte Landschaftsveränderungen- und zerstörungen in der Nähe ihres Heimatortes.

Musikalisch umrahmt wurden die Vorträge durch eine Flötengruppe der Grundschule Freudenberg -Alchen und dem von der Grundschule Freudenberg vorgetragenen Lied vom tropfenden Wasserhahn „Tipi-Tip-Tropf“

Einleitend zu der nun mit Spannung erwarteten Preisverleihung betonte der VDS- Regionalvorsitzende, dass das Bewertungsgremium sehr viel Freude bei der Durchsicht der Schülerarbeiten hatte, denn alle phantasievollen Geschichten, Verse, Befragungsprotokolle und Rätsel waren in einwandfreier Rechtschreibung und ordentlicher Schrift sorgfältig angefertigt worden. Ausgeschmückt und umrahmt waren die Texte mit bunten Zeichnungen. Es sei zwar nicht leicht gewesen, eine Abstufung bei der Bewertung der eingereichten Arbeiten vorzunehmen, dennoch sei man schließlich zu einem klaren Ergebnis gekommen.

ueberreichung (104K)
Foto: Klaus Kuhn
Jeder Klasse wurde nun ein „Grundschul-Lexikon“ aus dem Dudenverlag und eine Urkunde des Vereins Deutsche Sprache über die Teilnahme am Schreibwettbewerb überreicht. Die Geldpreise nahmen die Klassenlehrerinnen für ihre Klassen entgegen:

1. Preis: Grundschule Freudenberg-Alchen, Klasse 4b: 300,00 Euro

2. Preis: Grundschule Freudenberg, Klasse 4b: 200,00 Euro

3. Preis: Grundschule Freudenberg, Klasse 4a: 100,00 Euro

4. Preis: Grundschule Freudenberg-Alchen. Klasse 4a: 75,00 Euro

Abschließend betrachtet die VDS-Regionalgruppe 57 „WortReich“ den Schreibwettbewerb für Freudenberger Grundschulen als erfolgreich, da anhand des gestellten Themas nicht nur eine Umweltproblematik angesprochen wurde, sondern weil auch die Schüler und Schülerinnen sprachlich gefördert werden konnten, indem sie ihr Wissen, ihre Gedanken und Gefühle in verschiedenen sprachlichen Bearbeitungsformen zum Ausdruck bringen mussten.
Bäckerei Hesse als „Sprachvorbild 2008“ ausgezeichnet
Die Großbäckerei Hesse aus Kirchhundem-Welschen-Ennest wurde auf der Mitgliederversammlung vom 03. November 2008 zum „Sprachvorbild 2008“ in der VDS-Region 57 gewählt. In Anwesenheit einiger VDS-Mitglieder und Pressevertretern überreichte der Regionalvorsitzende Jürgen Franke am 26. November 2008 die Anerkennungsurkunde an den Firmeninhaber Reinhard Hesse.
ueberreichung (42K)
Foto: Wolfgang Graf von Königsmarck
urkunde (38K)


„Tag der deutschen Sprache“am 13. September 2008
Die WR versucht es: Weniger Englisch. So lautete die Titelzeile in der Lokalausgabe der „Westfälischen Rundschau“ am „Tag der deutschen Sprache 2008“. Außerdem befassten sich mehrere Artikel auf den Innenseiten der WR mit dem Thema, ob die Verwendung englischer Ausdrücke in der deutschen Sprache nötig sei. Die Redaktion bemühte sich, eine möglichst anglizismenfreie Ausgabe an diesem Tag herauszubringen. Wir danken dem Chefredakteur der Lokalredaktion Siegen, Herrn Thomas, der eine solche Aktion zum „Tag der deutschen Sprache“ möglich gemacht hat.
Auch die Werbebranche trägt Verantwortung für Sprache
Falk Al-Omary zu Gast beim VDS e.V.
Mit dem Thema Unternehmensförderung und Sprache beschäftigte sich die jüngste Mitgliederversammlung des Vereins Deutsche Sprache (VDS) in der Region Siegen-Wittgenstein, Olpe und Altenkirchen. Dabei stand vor allem das Thema der so genannten Anglizismen im Mittelpunkt, die insbesondere in den täglichen Werbebotschaften immer mehr an Raum gewinnen.

Als Gastredner der Veranstaltung sprach der Unternehmens- und PR-Berater Falk Al-Omary aus Siegen, der gleich zu Beginn deutlich machte, dass der Erfolg eines Unternehmens nicht davon abhänge, ob die gewählten Werbesprüche in englischer oder deutscher Sprache verfasst seien. Viel wichtiger für einen guten Werbespruch seien die Eingängikeit und die Vereinbarkeit mit dem Sprachempfinden des jeweiligen Marktes. &bdquo:Diese Erkenntnis spricht nicht grundsätzlich gegen englische Werbesprüche, macht deren Gebrauch aber schwerer“, so Al-Omary. Da viele Deutsche der englischen Sprache weit weniger mächtig seien als viele Werbeagenturen insbesondere im Ausland glauben, seien schon englischsprachige Werbesprüche gescheitert. Eine Notwendigkeit für englische Werbebotschaften gebe es also nicht.

Auch kritisierten die Anwesenden, dass viele englische Werbesprüche auch schlichtweg falsch seien oder im englischen und amerkanischen Sprachraum gar andere Bedeutungen hätten als hier. In diesem Zusammenhang betonte Al-Omary, dass auch die Werbung und deren Macher eine Verantwortung für Sprache hätten. „Es ist bedauerlich, dass schlechtes Deutsch und falsches Englisch heute zum Alltag in der Werbung gehöre“.
( Pressemitteilung von Jürgen Franke M.A.)
Leserbrief in der Westfälischen Rundschau vom 22.04.2008:
Anglizismen verhunzen die deutsche Sprache.
Betr. WR-Artikel„Die Hüter der deutschen Sprache“
Die Thesen, die der in Siegen gegründete Zweigverein der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) aufstellt, können in zwei Punkten nicht unwidersprochen bleiben.

Nach einer These der GdfS stellen die in die deutsche Sprache eingedrungenen Anglizismen keine Gefahr für die Pflege der deutschen Sprache dar.

Diese These ist schlichtweg falsch. Jeder von uns erfährt im Alltag, wie in den Medien, in der Werbung und in der Umgangssprache Anglizismen unsere schöne, ausdrucksreiche, deutsche Sprache verhunzen. Durch das weit verbreitete Einfügen von Anglizismen und die Vermischung von Deutsch und Englisch zum sogenannten Denglisch ist das Deutsche in vielen Bereichen zu einer „Möchtegern-Sprache“ mutiert.

Dass dieser Vorgang ein naturlicher Sprachwandel sei, wie oft argumentiert wird, ist leicht zu widerlegen. Ein natürlicher Sprachwandel ist in der Sprachgeschichte vom Volke ausgegangen, und nicht wie in der Gegenwart, in der Anglizismen und Denglisch von der Werbung und den Medien verbreitet werden.

In einer weiteren These vertritt die GfdS die Auffassung, dass kein deutsches Wort durch ein englisches verdrängt worden sei. Wir erleben doch täglich, wie viele deutsche Wörter kaum noch benutzt werden. Stattdessen verwendet man Anglizismen wie highlight, event, outfit, sale, news. service point und andere mehr. Übrigens widerspricht sich die GfdS selbst, wenn sie anschließend fordert, die Deutschen müssten mehr für die aktive Pflege ihrer Sprache tun.

Es ist schon kurios, wenn anlässlich der Gründung des Siegener Zweigvereins der GfdS ein Vortrag mit dem englischen Titel „English rules the world“ gehalten wird. Wirkliche Hüter der deutsche Sprache würden erkennen, welche Gefahr für die deutsche Sprache durch das Vordringen der Anglizismen ausgeht.

Der Verein Deutsche Sprache e.V. mit seinen etwa 30 000 Mitgliedern im In- und Ausland hat diese Gefahr jedenfalls erkannt und versucht, die deutschsprachige Bevölkerung auf die Gefährdung des Kulturgutes deutsche Sprache aufmerksam zu machen.

Jürgen Franke M.A.
Triftstraße 28
57258 Freudenberg
Besichtigung der Bäckerei Hesse
urkundenuebergabe (34K)
Foto: Bäckerei Hesse
Am 19. November 2007 besuchten VDS-Mitglieder und Gäste die Großbäckerei Hesse in Welschen-Ennest. Bei der Begrüßung durch den Betriebsleiter wiesen wir selbstverständlich auf den Verein Deutsche Sprache und dessen Ziele hin. Lobend erwähnten wir die einfallsreichen deutschen Produktbezeichnungen der Bäckerei Hesse. Bei der anschließenden Besichtigung waren wir von den modernen Fertigungsmethoden und der Vielzahl der verschiedenen Backwaren beeindruckt. Zum Abschluss konnten wir uns noch in geselliger Runde von der Qualität der Backwaren in Form eines reichhaltigen Frühstückes überzeugen.
Tag der deutschen Sprache
Am Tag der deutschen Sprache, Samstag, d. 8. September 2007, standen Mitglieder der VDS-Region 57 mit einem Informationsstand vor der Buchhandlung „Am Kölner Tor“ in Siegen. Es fand u.a. eine Unterschriftensammlung zur Aktion „Deutsch ins Grundgesetz“ statt. Es konnten 80 Unterschriften gesammelt werden.
Sprachwahrer 2007
Die Mitgliederversammlung der VDS-Region 57 wählte am 16. Juli die Volksbank Siegerland e.G. zum Sprachwahrer 2007. Die Überreichung der Anerkennungsurkunde „Sprachwahrer 2007“ fand am Donnerstag, d. 6. September um 11.oo Uhr in der Hauptstelle der Volksbank Siegerland e.G. in Siegen statt. In angenehmer Atmosphäre wurde sie in Anwesenheit von lokalen Pressevertretern und Radio Siegen von dem Vorstandsvorsitzenden der Volksbank Siegerland, Herrn Norbert Kaufmann, mit dankenden Worten entgegengenommen. Die Laudatio der Anerkennungsurkunde lautete:

In Anerkennung der Verdienste um die Pflege der deutschen Sprache wählte der Verein Deutsche Sprache e.V. Region 57 die Volksbank Siegerland e.G. zum Sprachwahrer 2007.
Begründung:
Seit 2000 schreibt die Volksbank Siegerland e.G. alle zwei Jahre den vo:pa Literaturwettbewerb aus, um die regionale Sprachkultur im Hinblick auf verschiedene Literaturformen zu fördern.

Mit einer Lesung des bekannten Autors Bastian Sick wurde eine Veranstaltung angeboten, die das Gefühl für die deutsche Sprache schärfen sollte.

Zur Unternehmensphilosophie der Volksbank Siegerland e.G. gehört eine sprachlich allgemein verständliche Kommunikation mit Ihren Mitgliedern und Kunden.

Tag der deutschen Sprache, 8. September 2007

Verein Deutsche Sprache Region 57
urkundenuebergabe (47K)
von rechts: Vorstandsvors. d. Volksbank Siegerland Norbert Kaufmann, VDS-Regionalvors. Jürgen Franke, stellv. VDS-Regionalvorsitzender Wolfgang von Königsmarck, VDS-Delegierter Erhard Dietermann
Ärgernis Anglizismen
„Ärger mit Denglisch?“
Schreiben Sie uns, rufen Sie uns an. Wir ächten Dummdeutsch genauso, wie wir Denglisch oder Engleutsch verachten. Wir geben Rat, wenn Sie sich gegen überflüssige Anglizismen wehren oder dagegen protestieren wollen. Beispiele finden Sie auch unter "Sprachpanscher/ Sprachvorbild der Region".