Vorstellung der Region
Wortreich 57
Die (Postleitzahlen-)Region 57 liegt im Südosten Westfalens, grenzt an Hessen und Rheinland-Pfalz, umfaßt im wesentlichen den Kreis Siegen-Wittgenstein, den Kreis Olpe und östliche Teile des Westerwaldes sowie südliche Teile von Altenhundem.
Die VDS-Region 57 existiert seit 1997 und hat z. Zt. 82 Mitglieder.( Stand 04. 04. 2017 )
Wortreich 57
tritt überparteilich für die Bewahrung der sprachlichen und kulturellen Vielfalt Europas ein,
engagiert sich für die Erhaltung der deutschen Sprache,
streitet mit Gleichgesinnten gegen Denglisch im Alltag,
ächtet den Gebrauch überflüssiger Anglizismen,
lobt pfiffiges Deutsch in Werbung, Politik und Sport,
organisiert Veranstaltungen rund um die deutsche Sprache,
führt Unterschriftenaktionen und Informationsveranstaltungen durch,
setzt sich allgemein für gutes Deutsch ein,
hebt die lebendige, deutsche Sprachvielfalt hervor,
zeichnet jedes Jahr ein Sprachvorbild in der VDS-Region 57 aus.
Jürgen Franke M.A. aus Freudenberg nimmt das Amt des Regionalleiters der Region 57 wahr.
Als stellvertretender Regionalleiter ist Harmut Pfeiffer aus Netphen Siegen tätig.
Hubert Bald, Bad Berleburg, und Hartmut Pfeiffer, Netphen, fungieren als Delegierte.
Die Mitglieder der Region treffen sich einmal pro Quartal zum Meinungsaustausch und zur Planung von Veranstaltungen. Termine werden in der örtlichen Presse veröffentlicht, stehen unter „Termine“ im Internet, werden durch ePost oder Rundschreiben bekanntgegeben oder können beim Regionalleiter erfragt werden.
Regionalleiter
franke (12K) Jürgen Franke M.A.

Hartmut Pfeiffer
Delegierte
hubertbald (2K) Hubert Bald, Dipl.-Ing.

Hartmut Pfeiffer
Das Siegerland
Unser kleines Land ist eine von Tälern durchzogene Mulde zwischen dem Bergischen Land im Westen, dem Sauerland im Norden, dem Wittgensteiner Land im Osten und dem Westerwald im Südwesten. Die einzige Öffnung nach Westen ist das Siegtal über Betzdorf zum Rhein. Im Rothaargebirge im Osten entspringen die Flüsse Sieg, Eder, Lahn.
Seit der Keltenzeit, etwa 500 v. Chr., bis vor einigen Jahrzehnten wurde Eisenerz abgebaut und verarbeitet. Die Eisen und Stahl verarbeitende Industrie besteht noch heute. Das Siegerland ist vergleichsweise klein: von Norden nach Süden sind es etwa 35, von Osten nach Westen an der breitesten Stelle etwa 25 Kilometer. Der Gesamtkreis Siegen-Wittgenstein hat eine Größe von 1.131qkm und etwa 190.000 Einwohner. Die Kreisstadt mit etwa 109.2000 Einwohnern ist Siegen, aufgrund der Krone an der Nikolaikirche von ihren Bewohnern auch liebevoll Krönchenstadt genannt.
Erschlossen wurde das Siegerland 1861 durch die Bahnlinien Hagen-Siegen-Gießen und Siegen-Köln. In neuerer Zeit kamen die Autobahnen A45 von Dortmund über Siegen nach Süden und die A44 von Olpe nach Köln hinzu und dienen den vielen Wirtschaftsunternehmen der Region mit ihren internationalen Beziehungen. Die Universität Siegen hat weithin einen guten Ruf und wird von etwa 15.000 Studenten besucht.
Die Stadt Siegen mit zwei Schlössern und etlichen malerischen Orten wie Hilchenbach, Freudenberg und Burbach zieht Gäste selbst aus den Niederlanden an. In Siegen residierten bis 1743 die Grafen, später Fürsten von Nassau-Siegen. Noch wird vielfach der typische „rollende“ Siegerländer Dialekt gesprochen, der zu den rheinfränkischen Sprachen gehört. Auf englisch/amerikanische Brocken verzichten wir aber gerne.
Alfred Stähler (verst.)
Wittgenstein
Die Region Wittgenstein im Nordosten des Kreises Siegen-Wittgenstein - bekannt auch als das „Wittgensteiner Land“ - mit ca. 45000 Einwohnern ist identisch mit dem Altkreis Wittgenstein, der 1975 im Zuge der Gebietsreform mit dem Kreis Siegen zusammengelegt wurde. Der industriearme aber waldreiche Altkreis Wittgenstein mit den heutigen Großgemeinden Bad Laasphe, Erndtebrück und Bad Berleburg (letztere ehemals Kreisstadt) entstand 1816 und gehörte damals zur Provinz Westfalen. Er ging im Jahre 1801 aus den beiden ehemaligen Grafschaften entstandenen kleinen Fürstentümern Sayn-Wittgenstein-Berleburg mit der Residenzen Berleburg und Sayn-Wittgenstein-Wittgenstein mit der Residenz Laasphe hervor. Zu den Residenzstädtchen, von denen die historischen Altstadtteile gut erhalten und sehenswert sind, gehören jeweils heute noch existierende Schlösser. Besonders erwähnenswert ist das Schloß der Fürsten zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg, welches als Baudenkmal von internationalem Rang eingestuft ist, besichtigt werden kann und in welchem weithin bekannte Schloßkonzerte und internationale Musikfestwochen stattfinden. Beide ehemalige Grafschaften sind seit etwa 800 Jahren nachweisbar.
Das Wittgensteiner Land, im „Naturpark Rothaargebirge“ (www.naturpark-rothaargebirge.de) gelegen, mit seinen bis auf 790 m ansteigenden Höhen gehört zu den waldreichsten Regionen Deutschlands. Es ist eine aufstrebende touristische Region und überhaupt ein „Wanderparadies“. Kaum sonst in Deutschland findet man derart ausgezeichnete Wanderwege von insgesamt 2755 km Länge, von denen viele direkt zum „Rothaarsteig“ auf dem Kamm des Rothaargebirges gehören.
Bad Laasphe und Bad Berleburg haben sich seit den 70er Jahren zu renommierten Klinikstandorten entwickelt. Bad Berleburg weist mit sieben Kliniken mittlerweile ca. 1400 Klinikbetten auf. Der Ort Erndtebrück ist u. a. seit 1966 Garnisonsstandort der Bundeswehr (Luftwaffe).
Hubert Bald
Der Kreis Altenkirchen
Der Kreis Altenkirchen gehört zum Regierungsbezirk Koblenz und zum Bundesland Rheinland-Pfalz. Er gliedert sich in die acht Verbandsgemeinden Altenkirchen als Kreisstadt, Betzdorf, Daaden, Flammersfeld, Gebhardshain, Hamm, Kirchen, Wissen und die verbandsfreie Stadt Herdorf. Nahezu 50 Prozent des Kreisgebietes sind mit Wald bedeckt. Die reizvolle Mittelgebirgslandschaft des Westerwaldes zieht viele Erholungssuchende für einen Wochenend-, Kurz- oder Langzeiturlaub an. Zum Vorteil für den Tourismus wie auch für den Wirtschaftsstandort im Kreis Altenkirchen gereichen dabei die guten Verkehrsanbindungen zu den Städten Koblenz, Köln, Bonn, Siegen und Frankfurt. Die hohe Wohnqualität im Landkreis beruht auf die gute Erreichbarkeit verschiedener Schulangebote, vielfältige Möglichkeiten der Aus- und Weiterbildung, eine zur Zeit ( 2007 ) unter dem Bundesdurchschnitt liegende Arbeitslosenquote im Handel und Dienstleistungssektor sowie in Industrieunternehmen. Günstige Grundstückspreise machen den Kreis Altenkirchen sowohl für private Bauherren wie für Neuansiedlungen von Unternehmen attraktiv. Erwähnenswert ist auch eine über den Kreis Altenkirchen hinaus bekannt gewordene historische Persönlichkeit: Friedrich Wilhelm Raiffeisen, geboren 1818 in Hamm a. d. Sieg. Betroffen von der Not in der Landwirtschaft in der Mitte des 19. Jahrhunderts gründete Raiffeisen als Grundlage für die landwirtschaftlichen Genossenschaften die noch heute bestehenden Raiffeisenvereine und Raiffeisenkassen.
Jürgen Franke, M.A.
Der Kreis Olpe
„Klein aber fein“, so könnte ein Urteil über den Kreis Olpe kurz und knapp lauten.
Mit etwas mehr als 141 000 Einwohnern, die auf einer Fläche von ca. 710 qm leben, ist der Kreis Olpe der kleinste Kreis in Nordrhein-Westfalen. Nach Geschichte und Landschaft bildet er seit fast zwei Jahrhunderten eine Einheit.
Fast 9/10 der Kreisfläche stehen unter Landschaftsschutz oder gehören zu einem der drei großen Naturparke Rothaargebirge, Ebbegebirge und Homert. Die abwechslungsreiche Mittelgebirgslandschaft des Südsauerlandes eignet sich hervorragend als Wander-, Urlaubs- und Naherholungsgebiet.
Zu den touristischen Hauptattraktionen zählen neben dem Biggesee, der größten Talsperre Westfalens, die Karl-May-Festspiele in Elspe auf der größten Freilichtbühne Europas, die Atta-Höhle in Attendorn, eine der schönsten Tropfsteinhöhlen Deutschlands.
Kaum jemand vermutet jedoch in dieser landschaftlich so bevorzugten Gegend eine starke, mittelständisch geprägte Industrie mit Jahrhunderte alter Tradition, wie sie durch die Wendener Hütte, die zu den ältesten erhaltenen Eisenhütten Deutschlands zählt, belegt wird.
Tatsächlich ist der kleine Kreis Olpe inmitten der Wälder und Naturparke einer der am stärksten industrialisierten Kreise in Nordrhein-Westfalen.Vor allem den gesunden mittelständischen Strukturen haben wir es zu verdanken, dass der Kreis Olpe seit Jahren zu den Kreisen im Land mit der geringsten Arbeitslosigkeit gehört.
Der wirtschaftliche Erfolg unseres Kreises beruht entscheidend auf der starken Innovationskraft, der Flexibilität der mittelständisch strukturierten Familienbetriebe, dem langfristig angelegten unternehmerischen Handeln sowie dem Fleiß und dem Können der hier arbeitenden Menschen.
Der Kreis Olpe gehört damit - wie zahlreiche Studien und Prognosen belegen - zu jenen Regionen unseres Landes, in denen es sich gut leben lässt und zudem auch künftig eine positive Bevölkerungs- und Wirtschaftsentwicklung bescheinigt wird.
Eine im Dezember 2007 vorgestellte repräsentative Umfrage des Instituts für Demoskopie Allenbach belegte denn auch, dass 96% der Menschen die Lebensqualität im Kreis Olpe als gut bzw. als sehr gut beurteilen.
Zu diesem guten Ergebnis tragen jedoch nicht nur die wirtschaftlichen, sondern auch die gesellschaftlichen Bedingungen bei. Wir Sauerländer sind bodenständige Menschen und das Miteinander in unseren Dörfern und Städten wird ganz wesentlich getragen von zahlreichen Vereinen, Gruppierungen und sonstigen privaten Initiativen.
Frank Beckehoff, Landrat des Kreises Olpe